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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
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Lebensart der Trappisten, oder der IndianischenBrachinanen, als Bedingung der höher« Weihen deSgeistlichen Standes hinzu gefugt hätte, so könnteman doch meines Erachtens die Kirche mit Vernunftso lange keiner Unbilligkeit in dieser Verordnungbeschuldigen, als sie niemanden zu dem geistlichenStande zwingt, und es jedem frey läßt, zu über-legen und sich zu prüfen, ob er glaube, stark ge-nug zu seyn, sich jenen Bedingungen zu unterwer-fen, und sie zu erfüllen. Meinetwegen könntenMänner, die in ihrer eingebildeten Weisheit allesbesser zu verstehen wahnen, als die Kirche, dieseder Unklugheit in ihrer Gesetzgebung bezichti-gen, indem sie Bedingungen an den geistlichenStand knüp'e. deren allzu große Austerität einengänzlichen Mangel der Candidaten dieses Standesbefurchten lasse: aber dem Gefühle der Billig-keit, oder den Grundsätzen der Gerechtigkeitwiderstrebend , sollte man jene kirchliche Verordnungnicht nennen.

Um wie viel unverständiger und ungerechter han-delt jetzt der Anonyme, und alle CälibatSgcgner;da sie die einzige Bedingung des CalibateS unna-türlich , unmenschlich, grausam, und wie solcheAusdrücke noch mehr heißen, nennen! eine Bedin-gung, deren physiologisch und moralisch mögliche Be-obachtung die Gegner nicht läugnen können, eine