Religion und Tugend, nicht minder, ja eher nochmehr zu bilden, als seine ästhetischen Gefühle; Einer-von beiden! — Männer! höret mich! ich bitte! —Im ersten Falle, in welchem unser Zeitalter seit baldZo Jahren ist, bewahre mich Gott, daß ich dieseErziehung die bessere nenne! die schlimmere,die ver dorb euere ist sie, wie der PädagogCampe in seinem Tb e o p h r o n und in mehre-ren Stellen des Werkes der allgemeinen Re»Vision des ge s ammten Schul- undErziehungsweseus gründlich und stark ge-nug klagt- — Daß dann ein so gebildeter — rich-tig gesagt: verbildeter, junger Geistlicher mit de»oben genannten natürlichen Neigungen stats wird zukämpfen haben, das glaube ich, und wer wird eSnicht glauben? — Im zweyten Falle aber ist derjunge — junge oder alte — Geistliche ein ganzanderes Geschöpf, ein ganz anderes, als man jetztvon Deutschlands Hochschulen heraus kommen sieht.And dieser Geistliche, dieser, sage ich, wirdzur Bekämpfung der natürlichen Neigungen alle jeneMittel auwenden, welche ich in meinen Gründender Aufmunterung zum geistlichen Stande SeiteTi — 20, dann über die Liebe von Seite 4a — 46geschrieben habe, und hier nicht wiederhohlen will.
Und dieser Geistliche, dieser, wird mit seine«Natürliche» Neigungen keinen größern Kampf zu be-it