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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
Entstehung
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oft in die verdrießlichsten Verhältnisse mit der Ge-meinde verwebt, die dem ledigen ganz unbekanntbleiben."

S) „Der strenge Katholizismus rechnet nun nochhieher eine höhere körperliche Reinigkeit, die mitder Ehe unvereinbarlich sey (zufolge der Lehre desApostels i Kor- 7, 34). Die Ehelosigkeit macht dieSeele von den körperlichen Banden weniger abhän-gig ; *) frey von der Gewohnheit der sinnlichstenEindrücke wird die Seele von den gereizten Begier-den , vom Taumel der Sinnlichkeit zu stats gleichemhohen Frieden bewahrt. Es bleibt ein großer Ge-danke, sich über alle thierische Natur zu erheben,und dem rein geistigen Wesen immer mehr zunahen."

Meine Leser werden sich erinnern, daß dieseGründe, nur mit andern Worten eben das sagen,was ich in den oben citierten Paragraphen meines ge-genwärtigen Werkes gesagt habe. Ob der Verfasserjener Schrift nicht an den noch weitern Grund,der zu den V v r t h e i l e n des kirchlichen Caliba-

*) „Vollkommene Keuschheit schien allezeit ehrwürdig,als ein seltener Sieg üb»r den mächtigsten Reiz.Müller, Geschichte der Schweiz." Anm.des Anonymen."