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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
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den Amtspflichten ohne Störung durch Familicn-bande widmen zu können. *) Dem Seelsorger, derfür sich allein stehet, kostet es wenig Ueberwindnng,sich zu jedem Opfer seines Berufes hinzugeben —dem gefahrvollsten Krankenbette sich zu nahen. DieGewißheit, daß er keine traurende Spuren seinesDasepns zurück laßt, daß auf seinem Grabe keinenahrungSlose Familie weint, verstärkt den Muth,jedem Rufe und jeder Gefahr freudig entgegen zugehen. Das Daseyn einer bedürftigen Gattin» und(eben solcher) Kinder würde diese Seelenstärke lah-men und Rücksichten herbey bringen, unter die auchder feste Mann sich oft beugen muß. Zn diesemwesentlichen Vortheile gesellt sich noch"

2) „bey dem unverheiratheten Priester die volleFrepheit, seine Zeit ungetheilt den Berufsarbeitenwidmen zu können, und der stats ruhige Schwungder Seele bey den angestrengtesten Arbeiten. Fami-liengeschafte, häusliche Unzufriedenheit rauben oftdem Ehemann die kostbare Zeit zu seiner Geschäfts-führung, schwachen den Muth, und trüben ihm dieStunden, die er außerdem heiter und froh seinemAmte widmen würde."

I. 8. I>suli all (üor. ^11." — AnM.des Anonymen.