es ist das Bedürfnis der Liebe überhaupt, so»welchem, außer einem früh verdorbenen, oder ganzverwilderten Menschen, wenige Menschen in ihremganzen Leben ganz frey sich finden werden. Und,waS gewiß sehr merkwürdig ist, will ich gelegent-lich sagen: dieses Bedürfnis wecket in unserm Er-kenntnisvermögen ein Ideal von aehtungs - undliebenswürdigen Eigenschaften, die wir auf den näch-sten bestreu, Gegenstand übertragen; und jetzt wirktjenes Bedürfnis und dieses Ideal eines auf das an-dere , und eines erhöhet das andere. Aber wiestehet es da mit dem Menschen? Hätte er nichtVernunft und Freyheit, könnte er nicht dunkle undverworrene Vorstellungen klar und deutlich machen,so wäre er frcylich in der Welt, in welcher wirleben, übler daran, als der Wilde und das Thier;oder mit Cicero'S Worten ('Unsenl. II, 21.): sl >U-Uil nliuü ; lliiiil essot lloruiiro «kokonmius. 8 ocl pnaostc»dst clomiiia omnium et i'OAins II s t i 0 , gnr>sevnnixn so , ot ^noFrossa lonAins, kit z>oi->locta virtus: Iiaeo ut imzionet illi zianti snimi ,cjnao vnodiro ciollet, icl vicionänin vst vlco. Undwas sagt dem Manne die Erfahrung? was sagtihm die Vernunft? — Da ich an Gelehrte schreibe,und „Gelehrten gut predigen" ist, so kann ich mei-,neu Lesern in z w e y Worte» Len Inhalt einerxanzen Predigt zur Antwort geben. Die Ersa h-
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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
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