Calibat als eine die Glückseligkeit desStaates untergrabende Sitte darzusicllcn trach.ten- Diese Gattung von Grunde» gegen den Cälibat»rare» vorzüglich das Steckenpferd der Legion vonPamphlctisten in den Oestreichischen Staaten zu An-fange der Alleinregierung des Kaisers Josephs H,dabey der von dem Kaiser Anfangs gegebenen Pr.ß-freyhcit eine Menge werbersüchtiger Geistlicher miteiner Art von Wuth über den Cälibat hcrfiel, undihren Sinn und Unsinn darüber auskramte. Seitdemaber hat ( soviel ich weiß) jener politische Lärmgrößten Theils verhallt; denn die große Lehrerin,»Zeit hat uns in den folgenden Jahrzchnden überPatriotismus und Bevölkerung, wcl-.che zwey Stützen von Glückseligkeit der kathvlisch--kirchliche Calibat untergraben soll, so viele und derbgVorlesungen gehalten , daß sich die von Geliertseinem grünen Esel »„gehängte Moral auch indieser Materie bestätiget hat, da er sang :
„Ein Ding mag noch so narrisch seyn,es scy nur neu: so nimmts den Pöbel ein.
Er sieht und er erstaunt. Kein Kluger darf ihm
wehren.
Drauf kommt die Zeit, und denkt au ihre Pflicht;denn sie versieht d i e K n u si, ö i e N a r-
reu zu bekehren,Hie möge».» »vollen odek nicht."