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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
Entstehung
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laste, in Mund und Feder geben können. HäufetVeyspiele auf Veyspiele ans der Weltgeschichte, wirhoch geehrt, wie heilig, bey allen gesitteten nudwilden Völkern auf Erden in allen Jahrhundertender Ehestand gehalten worden. Gehet dann zur hei-ligen Schrift (denn da scyd ihr Bibelverehrer) ;saget, wie Gott der Schöpfer den Ehestand im Pa-radiese, folglich schon in dem Stande der Unschuld,eingesetzt und gesegnet , und auch in dem Standeder gefallenen Natur nach der Si'mdflnth abermahlgesegnet und gesprochen: „ wachset und vermehreteuch !" — wie Gott der Erneurer der Natur ihnin dem neue» Bunde mit besoudern Gnaden geheiligethat; wie der weise Salomon und der weiseSirach jenen Mann selig preisen, der ein tu-gendhaftes Weib gefunden. Entwerfet dann einIdeal — weil ihr Muhe haben würdet, ein Bey-spiel in der Geschichte zu finden — von einem ganzglücklichen und alle seine Pflichten genau erfüllendenGatten und Vater, und stellet ihn vor unsre Augen.Dann stelle ich an seine Seite einen Mann, derdes vorigen leiblicher Bruder und zehn Jayre alterals der Eurige scyn soll; beyde sind von eben den-selben gesunden Eltern gezeugt, und haben ihre Kna-ben- und Jünglingsjahre in unverdorbener Unschuldzurück gelegt. Als der weinige jenes Alter erreichte,da er gegen das Ende der philosophischen Studien