«Metzen wollen. Dann wird man auch einsehe»,daß die gemeine Deutsche Uebersitznng: „diejenigen,die sich nicht enthalten können, sollen heira-thcn," fürs erste, gegen den Vuchstab des Textes,dann aber gegen den Geist des ganzen Kapitels ist,und heißen sollte: „diejenigen, die noch unenthaltsamleben, mögen heirathen; denn es ist besser heira-then, als durch Uuenthaltsamkeit Schaden nehmen/'
Verhält sich nun die sittlich verdorbene Naturdes Menschen zum Ehestande so, wie ich im §. Hl-unter a — ll, und nachher unter äll gezeigt habe,so kann der Ehestand verdorbenen, und in einem ho-hen Graoe noch schwachen sinnlichen Mensche», wiedie Korinther waren, und Millionen Menschen heute»och sind, als ein Mittel gegen ihre Ausschweifun-gen dienen, und die Lehre Jesu gestattet ih-nen — gebiethct es aber nicht — zu heirarhcn. llK-i-kniationmn amein cnwnis Iicchellunt lwäu3in»<Ii.Denn indessen sie von groben Lastern frey werdenkönnen, wird ihnen der Gebrauch des EhestandesAnlässe zu andern Fehltritten genug geben; Fehl-tritte die zwar minder schwerer Art, doch einer nachHeiligkeit ringenden'Seele bitter genug sind.
„Gut!" — höre ich meine Gegner sagen: „indem Falle der Korinther sind leider auch viele Geist-liche. Solchen Schwachen gestattet doch die Lehre