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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
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Natur gemeiniglich machen, und sprichtdaher mit dein heiligen Apostel: ,, wer heira-thkt, sündiget nicht, und thut recht, wer abernicht heirathet, thut besser. Daraus erhelletdenn auch entweder der dicke Unverstand, oderwahrscheinlicher die unverschämte Vcrlenmdungssuchtunsrer getrennten Bender, jener nämlich, welche dieStelle i Tim. 4,1 3 auf die katholische Kirchedeuten.

Ware die moralische Natur des Menschen indem Zustande geblieben, wie sie aus Gottes Handkam, so würde der Gebrauch sowohl des Ehestan-des, als anderer zeitlicher Dinge, unfern Fortschrit-ten in der sittlichen Vollkommenheit kein Hindernißgewesen sepn. Jetzt Ist es anders.

Die göttliche Einsetzung und die Erhebung des-selben zum Sacramente beweiset nur seine objek-tive Würde.

Aber auch die mit ihm verbundenen sacramen-talischen Gnade» bewirken durch sich allein noch nichtdie Heiligung der Eheleute, sondern wirken nur injenen Individuen, die ans allen Kräften sich be»fleißigen, daß ihr ganzes Leben ein zweptes LebenChristi werde. Diese aber werden in dem Gebrauchedes Ehestandes nicht leicht sündige»; denn sie werdende» Rath des Apostels in , Kor. 7, 2. verstehe».