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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
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nschzuahmen, noch zu nieder, dem Reize nach Speiseund Trank nicht widerstehen können."

Ich frage meine Gegner: würden nicht alleChristliche Lehrer der Weisheit diese Lehre geben?Sie können cs nicht laugnen; denn sie sollen nochoben darauf sich erinnern, wie sehr alle Männeraller Zeiten, die wir jetzt Weise nennen, dieBezähmung der Begierde nach Speise und Trank,die Nüchternheit, durch Wort und Beyspiel em-pfohlen. Was ist zu permuthen, daß sie gelehrtund selbst geübt hatten, wenn wir uns in der Hy-pothese befanden, die ich angenommen habe?

Wendet nun mnmüs mntunclis das Gleichnißans Euer» Eiuwurf an, so habt Ihr meine ersteAntwort, und ich kann , was ich bcpzusetzcn habe,kürzer fassen.

Auf a. die katholische Kirche hat weder in derLehre, noch in der Uebnng, etwas mit den ge-dachten Irrlehren, gemein. Wes, was die Vertei-diger der Heiligkeit des Ehestandes oben unter k.r. cl. aus der Schrift zu Beweisgründen der Ehr-würdigkeit dieses Standes anführcn können, istLehre der katholischen Kirche. Alleinsie unterscheidet zwischen der Güte der Sachean und f ü r s i ch betrachtet, und der Gefahrdes nicht heiligen Gebrauchs der Sache, welchendie Menschen bey dem Verfalle der sittlichen