43
si, omni venore: würden nicht (ich frage meineGegner) alle christliche Lehrer der Weisheit als»lehren: „Der Genuß von Speise und Trank ist zwaran und für sich nichts sündliches, nichts, das voneinem bösen Princip herkommt, wie die KätzerMarcion , Tatian » s und die Manichäerbehaupteten; jener Genuß muß mit unserer Heili-gung bestehen können; denn beydes der Trieb dazu,und Speise und Trank, ist von dem heiligstenSchöpfer; der Sohn Gottes hat in seiner Mensch-heit auf Erden selbst gegessen und getrunken, undsein Apostel sagt s i Tim. 4, 4. f. ) ausdrücklich:,„,alle Geschöpfe Gottes sind gut, und es ist nichtsverwerflich, was mit Danksagung genossen wird-Denn es wird geheiliget durch Gottes Wort und durchdas Gebeth.^" — „Weil aber die sittliche Natur desMenschen verdorben ist, und so lange verdorben bleibt,bis daß sie durch die Gnade Jesu Christi unter-treuer und unablässiger Mitwirkung des Men-schen restauriert und geheiligt ist (eine lange undschwere Arbeit!), so geschieht eS, daß der Menschnach Speise und Trank lüstern wird, nur allein ge-reizt durch die sinnliche Wohllust bey ihrem Genüsse,so daß er ihrem Genüsse ohne vernünftige Absichtallzu häufig, und sehr oft zum Schaden seiner Ge-sundheit nachhängt; daß er deS Schöpfers dabep ver-gißt , und das, was Ir^pockreri) nur Mitte! zu