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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
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Gebethe obzuliegen, also ei» Mittel zu einer geist-reichen ungestörten Erhebung des Gemüthes zu Gott,und einer seiner Größe würdigen Unterhaltung mitihm. Vers Z 2 heißt es:Wer ohne Weib ist,kann für die Sache des Herrn sorgen, und wie erdem Herrn gefallen möge" V. 33: ,, Wer aberein Weib hat, denket auf weltliche Dinge, undtrachtet dem Weibe zu gefallen, und ist" (nach derVulgata)gethcilet." Und V- 3g: Die Unverehe-lichte sorget für die Sache des Herrn, daß sie amLeib und Geiste heilig sey."

Ich hin überzeugt, wenn diese Bibclstellen ( da-mit wir einen Augenblick etwas unmögliches anneh-men) das von dem Ehestände sagten, was sie vonder ehelichen Enthaltung sagen, so würden die Cali-batsgegner nicht ermangeln zu rufen:hier sehet ihrden klaren Ausspruch des heiligen Geistes, daß derEhestand der Heiligung der Seelen, und dem Ge-schäfte des Herrn sehr zuträglich sey !" Da eLaber jetzt der umgekehrte Fall ist, so sollten dochjene Herren auch redlich sehen, was sichtbar ist, undgestehen, was sie als Christen nicht laugnenkönnen.

§ lV. Doch suilimue er alrora pai'8 !

Der Ehestand" (heißt es) muß mit unsererHeiligung vereinbarlich seyn, den»