und Atticus; den» das ist auch physisch möglich:aber mich von jeder Nahem g »thalten , und doch amLeben bleiben, könnte ich durch dcn stärksten Willennicht möglich machen.
L, Nun erhellt die moralische Möglichkeit einerbeständigen Enthaltung, von der es sich jetzt handelt,
i. a»S der Betrachtung der must'lichen Natur,weil nämlich der Geschlechtstrieb nicht dermaßenheftig ist, daß der Mensch ihn nicht bezäbmen, undder Vernunft unterwerfen könnte. Zwar gehöret eszu dem verdorbenen Zustande unsrer Natur, daßalle von dem Schöpfer uns nngepflanzten, zu unsererThicrheit, (anständiger gesagt: Sinnlichkeit) gehören-den Triebe — die eine Partey ^>er 'Anthropologensagt: äußerst leicht ausarten; die andere sagt: wirklichausgeartet, allzu heftig sind, und unordentlich sichregen, so daß zwischen der Animalicat und Natio-nalität unsrer Natur kein Gleichgewicht und ordent.licheö Derhältniß Statt hat. Daher das alte ulriinnr-in vetitnm , das vieles meliooa piollogue, cleteoiooL»e^nor, und der Kampf zwischen Geist und Fleisch,den der Apostel Paulus Röm. 7 , ,Z — 25 so schönbeschreibt Aber ungeachtet dieses elenden, wahrlich„icht dem Schöpfer (schon nach Platons Bemerkung)zuzuschreibenden Zustandes unsrer Natur, kann, alsosoll der Mensch alle seine sinnlichen Triebe, folglichauch den Geschlechtstrieb, beherrschen Und wie?