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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
Entstehung
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sittlich verdorbenen Menschen, oder wohl gargcschworne Feindschaft, wie bey den anlichrist-liehen geheimen Orden, ihn verstrickt haben.Wenn nun einmahl ein katholischer Geist-licher unenrhaltsam lebt, oder zum wenigstensich selbst vorsantasiert, wie selig er wäre, wenner mit einem Weibe seinen thierischen Trieb, zudessen Beherrschung er kein Mittel anwcndct,weiden und sättigen könnte, oder von poetischenSeligkeiten der Geschlechrsliebe und des Ehestan-des den Kopf voll hat, soll ich solchem denRath geben, die Schriften der heiligen Vätervon dem Wcrthe der Jungfrauschaft zu lesen?wer wird hier nicht lachen? Da paßt jene Sen-tenz aus dem Trauerspiele Julius von Ta-rent von Lcisewiß: Philosophie für die Leiden,schaft, Harmonie für den Tauben!"

Indessen habe ich über die Behauptung,man soll nicht schreiben, wo man nicht neuscyn kann," noch eine Bemerkung zu machen.Es giebt bekanntlich eine doppelte Neuheit inSchriften, eine in der Materie, eine andere inder Darstellung. Laßt es sich auch in jener nichtdurchaus neu seyn, so laßt es sich in dieser bey,