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uno könntest du'S auch , was würde cS nützen?"_ So möchten hier und da Katholiken spre-chen. Aber liebe Brüder! eine Ursache warumwir nicht schweigen sollen, habet Ihr nunschon gehört. Dann aber sehet: die Gegnersagen auch nichts mehr Neues. So lange nunkein Richter ihnen einmahl zu schweigen ge-biethet, sollen wir unser Recht nicht vergeben.Es ist freylich kein kleines Uebel in der literari-schen Republik um das ewige Schreiben in längstdurchgearbeiteten Materien: aber gern, sehr
gern wollten wir Verteidiger der guten Sacheunfern Gegnern nichts anders zur Antwort geben,als daß wir ihnen die Autoren anzeigten, inwelchen sie ihre Widerlegung finden könnten. Weraber kann glauben, daß sie das lesen würden?— Und gesetzt, sie würden es lesen, so würdensie doch nicht schweigen. Denn was nützt dasLesen von Widerlegungsschriften, wenn cs demLesenden an reinem, unbefangenem Verständefehlt? Dieser ist nicht mehr unbefangen, woentweder verjährte Vorurtheile und zeitliche Inte-ressen, wie bey unfern GlaubenSgegnern, oder un-gezähmte Neigungen und Leidenschaften, wie bey