^XIII
Taglöhner. Wer, der in einem bestimmtenBerufe lebt, und sich nicht gewissen-los über alle Pflichten hinweg set,zen will, wer kann bloß nach seinem eigenenGefallen leben? Das kann nur der von jedemBerufe, und selbst gemehlten gemeinnühlichenTagewerke freye, aber dabey wohl bemittelteSinecurist, dieses inatile terrae jionäua , die-ser miinoru8 tantain, et ir»A68 eon8Umersnata8, der in Athen unter Solon, als einVerbrecher würde bestraft, und bey den Aegyp-tern in den Mist würde begraben worden seyn. —In der Unterwürfigkeit werden wir geboren, undin dem Gehorsam leben wir unsere Jugend durch;dann kommt der Zeitpunkt, wo der Drang äu-ßerer Umstande Millionen Menschen nöthi,get, ohne fr eye Wahl in einen Standund Beruf zu treten. Und nur äußerst selteneMenschen find es, die ganz frey wehlen können.Aber auch weiter reicht dann diese Freyheitnicht. Der mit oder ohne freye Wahl ange-tretene Beruf macht der Freyheit nach eigenemGefallen zu leben, ein Ende. Und wenn esdann auch scheinen will, der Mensch genieße