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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
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außer der klösterlichen Verfassung noch etwasmehr von jener Freyheit; z. B- ein Weltprie-sier habe mehr Freyheit, als ein Religiös:, soist dieses ein so unbedeutender Unterschied, daßes die Zeit nicht lohnet, darüber zu reden.Aber, meine Leser! verlieren wir die Hauptideenicht aus den Augen: in der Freyheit einesRousscanischen Wilden, oder in dem Ge-horsam eines zu allen Diensten verbundenenHausknechtes zu leben, was besser sey, davonsollen Christen gar nicht sprechen. Angeneh-mer für die Sinnlichkeit ist freylich der Zustandder Ungcbnndcnheit: allein unserm Erlöser ähn-licher ; sicherer, durch unfern Eigenwillen keinenMißbrauch von unsrer Zeit und unfern Kräftenzu machen, folglich auch getroster und ruhigerin unserm Gewissen, werden wir nur in demStande des Gehorsams.

XIV. Wer dieses alles mit Nachden-ken, mit Vernunft und evangeli-schem Geiste überlegt, der wird über diebisher besprochene Freyheit ein gesundes Ur-rheil fallen, und, wenn er in den Fall des