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Der erste Schritt zur künftigen Vereinigung der katholischen und der evangelischen Kirche
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s.

«er, die dazu besoldet sind, Controverspredigteu- zuhalten, und diejenigen, die deren Arbeiten berwundern, werden mirs vergeben, wenn ich ineiner Sache, worüber jeder denken darf, eben kei-ne so große Hochschähung äußere. Solche Pre-digten mögen immer einigen Werth haben. Al-lein die Vereinigung hindern sie gewiß sehr viel.Man kann über diesen ärgerlichen Sah meinet-wegen von der Domkanzel wieder eine Frage aus-werfen , und sie zu meinem Nachtheile beantwor-ten. Ich bleibe bey meiner Meynung: Ein' Unionsprofessor, ein Unionsprediger wäre immerein nützlicheres, ein liebenswürdigeres Geschöpf,als ein Controversist. Niemand kann mich wi-derlegen, außer, der schon voraussehet, was docherst untersuchet werden soll: daß keine Union derKatholiken und Lutheraner möglich ist; denn vondiesen Partheyen allein will ich für jetzt reden.

7. Hatte die Kirche nicht so viel Streit-fragen entschieden, und bey Verlust der Selig-keit gebothen, ihre Entscheidungen zu glauben,so würde bald ein Weg zur Vereinigung sich zei-gen; denn ich sehe uns ins vierte Jahrhundertzurücke. Sey es auch, daß die katholische Kir-che damals eben das geglaubet, was wir jetzt glau-ben, so war doch sehr vieles noch nicht entschie-den, und zu glauben gebothen. Die das Ge-gentheil ruhig glaubten, und aus Ueberzeugungglaubten, ohne die Kirche mit Gegenlehren zustören, konnten da noch selig werden. Gesetzt,)( 4 die