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Der erste Schritt zur künftigen Vereinigung der katholischen und der evangelischen Kirche
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Katholiken anfänglich selbst lange in Furcht sehte.Meine Kirche, dachte ich, ist unfehlbar, sie kannalso in keinem Stücke nachgeben. Hernach wuß-te ich aus der Geschichte, daß man schon unter-schiedliche Versuche zur Vereinigung beyder Kir-chen gemacht hatte. Ich will meine Leser mitErzehlung derselben nicht aufhalten. Ich wußteganz neuerliche Versuche eines verdienstvollen undnur zu wenig bemerkten Schriftstellers, die, wiees scheint, ganz fruchtlos abgelösten waren.Lange schreckten mich diese Gründe ab, nochmalbeyden Kirchen einen Vorschlag zum Frieden zuthun.

6. Doch fand ich auch etwas, was michdazu ermunterte. Mir scheint es wenigst, daßman bisher vielmehr sich zu trennen,' als zu ver-einigen gesuchet hat. Ich verwerfe die Polemiknicht; aber gewiß ist es doch, daß sie am Endemehr zur Trennung, als zur Vereinigung führe.Wenn ich vom, Becan, und Beilarminbis auf den pichler und Gardaczna alles lese,so muß ich freylich gestehen, daß ich sehr geringeLust bekomme, an einige Vereinigung zu denken.Ich muß sehr auf meiner Hut seyn, wenn ichnicht wider die protestantische Lehre verbittert wer-den will. Ich habe wenige protestantische Pole-miker bey der Hand. Aber wer nach den Grund-sätzen Mosheims, Müllers oder Schuberts diePolemik gegen uns studirt, der wird mehr abge-neigt, als ftiedsertig gegen uns gemacht. Ebenso denke ich von den Controverspredigren. Män-ner,