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Critischer Entwurf einer auserlesenen Bibliothek für den Liebhaber der Philosophie und schönen Wissenschaften : in einigen Sendschreiben an einen Freund
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von der Beredsamkeit.

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blosse Kunst killen Geschmack in der Beredsam,kcit erhalten , noch selbst ein Redner werden, alsein Poet, den die Natur stündlich erinnert,daß er kein Poet sey. Quintilian sagt: //r

und er sagt recht.

Es sind uns also gute Muster nölhig, dar.nach wir unsern Geschmack bilden sollen, unddiese treffen wir am schönsten, wenn wir ganzohne Vorurrhcil reden, im Alterthume an. DesDemosthenes philippische Reden, und die fürden Ktcsiphon, oder non der Krone, die neunund fünfzig Reden des Cicero, welche uns nochvon ihm übrig geblieben sind, haben nach sovielen Jahrhunderten noch immer den Preiß be.halten, und sind noch nie übcrkrosfen worden.Sic bleiben immer die Regeln, nach welchenman die Güte der neueren Redner beurtheiler,und diese Regeln find sicher, weil sie die Ver.nunft in den Werken jener Männer am vollftän.digstcn und bewährtesten scheinet ausgestellt zuhaben; und sic haben über eine tausendjährigeProbe ausgehalten. Einige ihrer besten Nach,ahmcr in der lateinischen Sprache sind Sigoiri-us, Murer, Büchner, Hemsius,neccius, Gesncr, Berger, Ernestr, Fun-ke und Gchöpfltn, der grosse Lobredner Lud.wigs des XV.

Au-