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Sechstes Sendschreiben
AuS Frankreich, wo die gerichtlichen Reden nochüblich sind, haben wir schöne Stücke zu sehenbekommen, als die Reden des parcu, le Mai-rrc, Erster und andere mehr. Man sinder siein den (7e/^/>,'V.s des ^iraval; Allein
man bedauert billig, daß die Sammlung nichtmir einer besseren und schärferen Wahl gemachtworden: Wir würden frcylich alsdenn keine
zwey und zwanzig Bande bekommen haben, aberwir würden etwas Auserlesenes haben.
In der sogenannten politischen Beredsamkeithaben wir wenig gute Samlungen: Das mei-ste bestehet in einzelcn Stücken, die man nichtsorgfältig und prüfend genug aussuchen kann;doch verdienen die Reden, welche den Prciß bcyder französischen Akademie der Wissenschaften da-von getragen haben, und die vor kurzer Zeitauch in einer deutschen Uebcrselzuiig erschienensind, hier eine Stelle. In Sraarsrcden, ha-ben die ParlamcntSredcu der Engellandcr vielVorzügliches, und man trifft in politischen Jour-nalen oft sehr schöne kurze Reden von Gcsand-len an. Ich habe öfters gewünscht, daß mandiese zerstreuten Stücke mit einer guten Wahlsammlcn , und in einer angenehmen Uebersetzungherausgeben möchte; Denn die Sammlung? wcl-chc Lünig von deutschen Staarsredcn gemacht
hat,