von der Beredsamkeit. 12;
sie würde niemand lächerlicher Vorkommen, alsdem Cicero selbst.
Verzeihen Sie mirs, mein Herr, daß icheinen so wciraussehcnden Eingang zu diesem Brie-fe mache: Sic haben gewiß eine Abhandlung
über den Charakter dcö Redners, anstatt ei.neS Verzeichnisses guter Reden, zu erhalten be.fürchtet, und ich versichere Ihnen, daß ichschon auf gutem Wege war, als ich mied nochzu rechter Zeit besann, und diese Arbeit für Sieals übersiüßig erkannte. Ich will also nur zurHauptsache kommen, ob ich schon einige Anmer.kungen, die ich Ihnen noch zugedacht hatte, un.gern fahren laste. Wenigstens sehen Sie hier,aus, daß ich Ihnen hier keine Redner nennenwill,die etwa nach einer allgemeineren und »nächtenBedeutung des Wortes gcnennt werden könn.len; sondern nur solche, die cö allein nach demUrtheile der größten Kenner, und nicht erst auf mci,neAnpreißung, sin d.
Zuförderst müssen wir auf einige Lehrbüchersehen, die uns in dem Gcschmacke der Bered,samkcit unterrichten, und da mästen Sie ersteine Rhetorik des Arisioreles * ), dieses gros.
sen
*) Lassander hat davon die Bücher an den Thco-dcktes ins Französische übersetzet, und der Hr.von Steinrvchr hat einmal eine deutsche Ueber-setzung versprochen.