io2 Fünftes Sendschreiben
ftn habe. Ich unterfange mich nicht, den Lob«spruch dieses grossen Geistes zu machen: seineGedichte, die für mehr als eine Nachwelt ge.schrieben find, reden am besten für ihn. DesHrn. von Hagedorns moralische Gedichteverdienen nach der strengsten Billigkeit auch indieser Klasse eine Stelle. Wenn ec auch nichts,als das einzige Gedicht auf die Freundschaft ge.schrieben hatte; so würde er dadurch schon werthscyn, mit der Freundschaft verewiget zu werben.Ich kann ihm ans dieser Seite keinen würdigemGesellen geben, als des Abtö de Villicrs be-sungene Freundschaft. Und was soll ich vonden des geistreichen Hrn. von
Laar sagen? Diese eignet sich Deutschland zu.Sie setzen uns in Verwunderung, wenn wirnur bedenken, daß ein Deutscher in einer Spra. ^che geschrieben, die selbst Voileau für die seineerkennen würde; aber sic verdienen in Ansehungihrer inneren Verdienste noch mehr Hochachtung. !Hieher gehöret auch das schöne Gedicht c/e? /erdes jüngcrn Racine, eines grossenSohns des noch grösseren Vaters.
In der Satyrc weiß ich Ihnen fast nichts als !Len Boileau *) zu nennen, der alles, was
Ho-
Man hat sehr viele Ausgaben von seinen Gedich-ten, unter an>em eine sehr prächtige in klein Fo-lio;