9v Viertes Sendschreiben
diesem GcsKmacke verfertiget; aber cs ermüdetden Leser in der Länge. -
Den Engelländern fehlet cs auch nicht anRomanschreibcrn. Der Robinson Crusoe,ein sehr bekanntes Buch, das eine wahre Ge-schichte in sich fassen soll, die aber den Verfasserselbst nicht angchct, bleibt nach meiner Mey.uung noch immer ein angenehmes Buch. Manhat eine Menge von Nachahmungen davon ge.sehen, wie es mit sehr wohlaufgenommenen Vü«chcrn zu gehen pflegt; aber sie verrakhcn auch fastalle die Nachahmung. Der ohnlängst heraus«gekommene französische Robinson ist mir indessenvon guter Hand gerühmet worden. Die Begc«benheiten des Roberc Boyle machen auch ei«nen schönen Roman aus. Doch ich muß Ih-nen vor allen Dingen etwas von der Pamelaund Clarrssä sagen, die aus der Feder und ausder Presse des Hrn. Richardson zu London ge. ,kommen sind. Beydc sind nach einem neuen Ge. Ischmack in lauter Briefen geschrieben, und vcr-Viencn einen Rang unter den guten Roma-nen * ). Bcyde haben ein grosses Aufsehen ge-
macht, ,
*) Sie sind beyde ins Deutsche üderscht, und zwarder letztere, wie es heißt, non dem Hrn. Prof.Michaelis. Zn den critischen Nachrichten, diezu Berlin herauskommen, non ,750. stehen im4^ten Stacke zwey schöne Briese über die Clariffa,
und