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Critischer Entwurf einer auserlesenen Bibliothek für den Liebhaber der Philosophie und schönen Wissenschaften : in einigen Sendschreiben an einen Freund
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86 Viertes Sendschreiben

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Seine Werke kommen mir wie gewisse mclancho-lische Schönheiten für, die nicht so schnelle Ero.berungen machen, als die wilden und schalkhaf-ten; aber welche in zärtliche Seelen einen weittieferen Eindruck machen, und insgemein be-ständigere Leidenschaften hcrvorbringen, als die-se. Ob man gleich unter allen seinen Roma-nen keinen Fehlgriff thnn kann; so gefällt mirdoch sein noch am besten.

Es ist wahr, der Cleveland ist rührender ge.schrieben, als der erstere: aber er-ist in vielenStücken nicht so natürlich und wahrscheinlich,er bestürmet unsere Leidenschaften oft zu sehr, undkaum haben wir Zeit uns von der einen zu er-hohlen, so sind wir schon in eine neue gesetzt;und am Ende des Buches wird der Leser dochnoch in Verwirrung gelassen. Bey dem allenwird der Clevcland immer ein Buch bleiben,das seinen Verfasser nicht verleugnen darf,und der unzuvcrläßige Verfasser der /.Mwhat keinen Grund zu sagen, daß die-se Bücher unter die elenden Gcburthen zu rech,nen seyen: er hat seinem Urthcil dadurch wenigEhre gemacht. Der Hr. von Mlarivairx hateine andere Bahn betreten, die sich für niemandbester als seinen Geist schickte. Er hat etwas

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