^ Erstes Sendschreiben
Kopf, mein Herr; ich erinnere michs, daßJh.nen einmal ein gelehrter Windmacher vorsagte,das wäre nur eine Frauenzimmer Philosophie, unddaß Sie dadurch einen grossen Zweifel gegen dieGüte des Buches bekamen. Allein diese Venen-nung ist meines Erachtens weder beleidigend fürdas schone Geschlecht, noch für den Verfasser desBuches verächtlich. Der Vcrnunftprahlec hatihm dadurch wider feinen Willen einen Lobspruchgegeben, denn er sagt ohngcsehr so viel, daßdas Buch sehr deutlich sey. Die Philosophie ver-Uert darinn ihre düstre Miene und ihre Runzeln ;aber eö würde frcylich vielleicht mehr Verehrer fin-den, wenn es dunkel gerathen wäre. Es istauch nach seiner Absicht vollständig genug, wennman nicht so unbillig seyn will, alles mögliche dar-inn zu verlangen, was man kaum in den grö-sien Werken antrifft. Hier lind da setzet manetwas an der Schärfe der Beweise aus; aberwo findet man ein Buch, daran gar nichts zutadeln wäre, und zumal ein Buch von dieserArt? Pope sagt:
no>' noi'
Wer wünscht einmal ein Buch von Fehlern fiep zulesen,
Der wünscht, was niemals wird, nicht ist, undnie gewesen-
Nach