Klugheit und Mäßigung zu zügeln, undihn um seine Ver Wen-dung für die französischen Protestanten bei demKönigevon Frankreich zu ersuchen. Dennoch ließ sich der König nichtirre machen, und betrieb seinen Plan mit Eifer, die katholischenOsficiere bei der Armee anznstellen. Da der Bischof von London,Co-mpton, gleich anfangs der Opposition des Oberhauses sichbeigesellte, so fühlte dieser bald die königliche Ungnade, indem eraus dem Geheimenrath entfernt, und durch eine vom König ange-ordnete neue Kirchen-Commission von seiner Stelle suspendirtwurde. Durch den Beifall des Volkes wurde der Bischof nunfür seinen Verlust entschädigt, das ihn als Märtyrer betrachtete.Mehrere protestantische Geistliche traten ferner zur katholischenKirche über, unter andern Obadiah Walker, Director des Univer-sitäts-Collegiums , dann Dechant Doyen u. s. w. Dennoch blie-ben sie durch des Königs Verfügung in dem Fortgenuß ihrer frü-her» kirchlichen ReveNuen, wodurch er die Rechte der Hochkirche,die er aufrecht zu halten versprochen hatte, offenbar verletzte. Daverschiedene Schriften erschienen, um das Mitleid des Volks fürdie französischen Flüchtlinge zu gewinnen, so wurde auch ein sol-cher Traktat, den der berühmte Prediger Claude in französischerSprache geschrieben hatte, ins Englische übersetzt. Diese Abhand-lung schilderte mit den boshaftesten Farben die Unmenschlichkeitdes französischen Königs und das Elend der Dulder. Jakob warnun der Meinung, es sey gemeinsame Pflicht der Fürsten, sich ge-genseitig gegen solche Pamphlets zu sichern, und ließ durch Hen-kershand den Traktat den Flammen übergeben. Dadurch wurdedie Schrift erst recht verbreitet, und das Volk glaubte, daß Jakobdie Verfolgungen des französischen Königs billige. Ueberdießwurden mehrere katholische Kirchen wieder hergestellt, obschon dieGesetze die Ausübung des katholischen Gottesdienstes verboten.Carmeliten ließen sich sogar in der Haupstadt nieder, dann Fran-ciscaner in Lincolns-inn-fields, Benediktiner in St. James, unddie Jesuiten eröffnten eine Schule, wohin jedoch auch Protestantenihre Kinder schickten, weil es hieß, die Lehrer wollen die Religions-grundsätze ihrer Schüler nicht berühren. Deßgleichen wurde auchvr. Johnson, ein protestantischer Geistlicher, der Priesterwürde
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