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Geschichte von England
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vor Karls Tode vor sich gieng. Er betraf den Titus Oates.Dieser fürchterliche Mensch, der so viele auf das Schaffst oder anden Galgen in jener bekannten Verschwörungsgeschichte gebrachthatte, vertheidigte sich, als nicht schuldig, gegen zwei Anklagen aufMeineid. Er wurde überführt, und das Tribunal beklagte nurbeim Erlaß des Urtheilsspruches, daß es ihn nicht zur Vergeltungdes vielen durch seine falschen Eide vergossenen unschuldigen Blu-tes zum Tode verurtheilen könne. Das Gericht fällte die Sentenz:der Angeklagte müsse wegen jeder Anklage 1000 Mark bezahlen,seiner Clerikaltracht beraubt, zweimal öffentlich ausgepeitscht und,so lange er lebe, jährlich fünfmal an den Pranger gestellt werden.Dennoch begnadigte ihn der König, und bewilligte ihm seinewöchentliche Pension von 5 Pfd. anstatt seiner frühern jährlichenPension von 864 Psd.!

Jakob II.

168S — 1688.

8 . 102 .

Gleich nach dem Tode des Königs erklärte Jakob in dem Saale,wo der Geheimerath versammelt war: er wünsche, daß die Mit-glieder desselben ihre Aemter behalten möchten; er verspreche, indie Fußstapfen des guten und huldreichen Fürsten zu treten, dessenVerlust sie beweinten. „Man hat von mir gesagt," fuhr er fort,„ich trachte nach willkürlicher Gewalt; aber das ist nicht das ein-zige über mich verbreitete Mährchen. Ich werde es mir zur Auf-gabe machen, die gegenwärtige durch das Gesetz begründete Ver-fassung von Kirche sowohl als Staat zu erhalten. Ich weiß, daßdie Grundsätze der Kirche von England monarchisch sind, und dieGlieder derselben sich stets als gute und getreue Unterthanenbewiesen haben; deßhalb werde ich mir jederzeit die Unterstützungund Vertheidigung der Kirche angelegen seyn lassen. Ich weiß,daß die Gesetze Englands hinreichen, den König zu einem so erha-benen Monarchen zu machen, als ich nur wünschen kann, und wieich niemals etwas von den Prärogativen und Gerechtsamen derKrone vergeben werde, so werde ich auch niemals Jemandes