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Geschichte von England
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zug wehte von Südwest. ES erfolgte endlich nach stebenstündigerVorbereitung der Angriff. Von beiden Seiten kämpfte man mitdem entschlossensten Muthe; selbst der Herzog von Jork setzte sichder größten Gefahr aus, indem das Kanonenseuer besonders aufsein Schiff Royal Charles gerichtet war; und eine einzigeKugel streckte iy der Umgebung deö Herzogs den Grafen Falmvuth,den Lord MuSkerry und den Boyle, Sohn deS Grafen Burling-ton, todt zu Boden. Als Jakob endlich einen Kugelregen auf dasholländische Admiralschiff OpdamS abfcuern ließ, da flog dasselbein die Luft, und der Admiral fand mit fünfhundert seiner Kampf-genossen in den Wellen sein Grab. Da ergriff Schrecken undVerwirrung die holländische Flotte, und nach dem Verlust mehre-rer Schiffe fand sie nur ihr Heil in der Flucht, nachdem das Dun-kel der Nacht dem Kampfe ein Ende machte. Dieß war der glor-reichste Sieg, den se die englischen Waffen zur See erfochten hat-ten. Die Holländer verloren vier Admiräle, achtzehn Schiffe,und bei siebentausend Mann wurden theils gefangen, theilS ge-tödtet. Nur ein englisches Schiff von fünfzig Kanonen kam indie Gewalt der Holländer und gegen sechshundert Mann wurdentheils verwundet, theils getödtet. Unter den letzter« waren dieGrafen Marlborough und Portland und die Admirale Lawsonund Sampson.

Doch die freudige Stimmung über diesen glorreichen Siegwurde alsbald vermindert, da zu derselben Zeit der grausenhafteTodeSengel, die Pest, über England schwebte. Sie entwickeltesich mitten im Winter in der Hauptstadt selbst durch einige Pest-fälle. Mit der Wiederkehr der Würmern Jahreszeit (im Juni 1665)verbreitete sie ihre Schrecknisse mit eilender.Schnelligkeit. Dipkönigliche Familie und der Adel entfloh diesem verheerenden Uebel,und in Schaaren verließen die Bemittelten die von Todesängstengepeinigte Hauptstadt. Handel und Wandel lagen darnieder, dieWohnungen ganzer Straßen standen leer, und bei vierzigtausendDienstboten irrten ohne Dach und Fach umher. Der Anfang derKrankheit begann mit Fieberschauer, Kopfweh, Jrrreden und Erbre-chen. Die schwarzen Flecken auf der Brust verkündeten endlich denherannahenden Tod, der nach einer Stunde oft schon erfolgte. Auch

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