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seinem ersten Erscheinen mit Enthusiasmus ausgenommen wordenwar, allein er verdarb cs dadurch, daß er den Schotten eineneue Liturgie ausdringen wollte, obgleich er in Schottlandnicht das Oberhaupt der Kirche war. Der dortige Antiepis-copal-Convent hielt zu Glasgow eine Versammlung underklärte die schottische Kirche srci von aller Einwirkung der welt-lichen Macht. Die Sache nahm eine solche ernste Wendung, daßsogar Krieg ausbrach, in welchem die Schotten den Sieg über dieenglischen Waffen davon trugen.
§. 80.
Während dieser unruhigen Ereignisse stieg die Unzufriedenheitgegen den König immer mehr. Besonders haßte man einen derköniglichen Räthe, den talentvollen aber despotischen GrafenStrafford, den man „den großen Abtrünnigen desVolks" nannte. Er und mehrere Andere wurden angeklagt,und man rieth dem Grafen, zu entfliehen, allein er blieb, denner haßte nichts mehr als Feigheit. Er rührte bei seiner Vertei-digung durch seine Rednergabe und Mäßigung selbst seine Feinde.Als er aber in seiner Rede aus seine verstorbene Gattin zu spre-chen kam, da stockte er augenblicklich, welches Einige für dasErwachen seines Gewissens auölegtcn, denn er soll seiner schwän-gern Frau, als sie ihm einen Brief seiner Buhlerin überreichte,durch einen Stoß, den er ihr augenblicklich versetzte, den Todzugezogen haben. — Die Westminstcrhalle war bei dieser gericht-lichen Verhandlung so voll, daß Biele schon Morgens fünf UhrPlätze einnahmen, und die Sitzung dauerte oft bis drei Uhr Nach-mittags. Die Achtung gegen die königliche Familie, die auch demProzesse beiwohnte, war bereits schon so gesunken, daß die Leute inder dortigen Versammlung mit Brod, Fleisch, Zuckerwerk, mit Bierund Wein sich erquickten. Da der König den Grafen Straffordbloß von seinem Amte ausschließen wollte, so schrie das Volkauf den Straßen: „Den KopsStraffords oder den desKönigs!"— Man glaubte endlich, Gründe aufgesunden zuhaben, nach denen der Angeklagte des Verrat Hs sich schuldiggemacht habe, und obgleich selbst der König für ihn bat, so wurde