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nennt, die Schauspieler seyen Priester des Satans,und die Theaterbesucher rennen einher auf derStraße zur Verdammniß."— Eben so schlimm kommt vordiesem strengen Richter daS Tanzen weg, „denn dieß, sagter, sey des Teufels Handwerk, und jeder Schrittbeim Tanze sey ein Schritt näher zur Hölle." —Eben so eiferte er gegen die Musik, gegen die Jagd, gegendas Kartensp iel, gegen die Geistlichkeit und sogar gegen— die Pcrrücken. Er wurde aber nachher angeklagt, als habeer den König angegriffen, worauf er zu einer Geldsumme, zumGcfängniß und sogar zum Verluste seiner Ohren verurtheiltwurde, die er sich aber nachher wieder annähcn ließ. Ein schlim-mes Zeugniß fällte auch der Arzt Bastwick über diedamaligeenglische Geistlichkeit, wenn er sagt: „Wenn wir den Le-benswandel, die Handlungen und die Sitten derPriester und Prälaten unserer Zeit betrachten,und ihren Stolz, ihre Prachtliebe, Unverschämt-heit, Unmenschlichkeit, ruchlosesWesen, Unbarm-herzigkeit, Gottlosigkeit sehen; so sollte manglauben, dieHölle sey loS geworden, unddieTeu-felseyen in Chorhemden, Priesterkappen, Bischofs-und Prälatenröcken unter uns gekommen u. s. w."Von welchen ercentrischcn Ansichten in der Religion sich Mancheauch leiten ließen, mag der einzige Fall genügend beweisen, daßEiner sogar deswegen nach Amerika reiste, um dort daS Abend-mahl stehend zu empfangen! — Nichts desto weniger verfuhrder unverzagte Erzbischof Laud mit unerbittlicher Strenge gegenalle diese eifrigen Puritaner. Nach dem Tode des Lord-Schatz-meisters, des Grafen von Portland, stellte er sich sogar an dieSpitze der Schatzkammer, deren Geschäften er aber nicht ge-wachsen war, wo er sich als solcher mehrfältige Ungerechtigkeitenerlaubte.
Dieselbe Rücksichtslosigkeit ließ sich König Karl gegen dieIrländer zu Schulden kommen, besonders seit er den harther-zigen Viscount Wentworth als Statthalter daselbst «»gestellthatte. Nicht besser ging es in Schottland, wo der König bei