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aus, und unterstützte die Empörungen der Protestanten. IhreMinister klagten über ihren Geiz, dennoch herrschte an ihremHofe orientalische Pracht.
Sie verrieth große Geistesfähigkeiten. Sie verstand fünfSprachen, unter andern auch griechisch, spielte vortrefflich Clavier,und war Meisterin im Tanzen. Selbst noch in ihrem neun undsechzigsten Jahre tanzte ste. Sie war so eitel, daß ste bekanntmachen ließ, alle die von ihr gemachten Portraits erreichen nichtdaS Urbild, daher wolle ste von dem geschicktesten Maler ein Ge-mälde verfertigen lasten. Man soll in ihrer Garderobe zwei,nach Andern, dreitausend Anzüge vorgesunden haben. Sie warso heftigen GemütheS, daß ste schimpfte und fluchte, sa einige derhöchsten Kronbeamten fühlten sogar die Schwere ihrer Hand.Ihr Lebenswandel war nicht sittenrein, obgleich ste sich gern alseine Jungfrau betrachtete, und ihr geliebter Leicester hattemehrere Nebenbuhler. Der Hof ahmte ihr Beispiel nach, unddicß war der Ort, „wo alle Abscheulichkeiten im höchstenGrade herrschten." — Auch die Gerechtigkeit gieng an ihremHofe feil, und einen englischen Friedensrichter desinirte man alsein Thier, welches für ein halb Dutzend sunge Hühner von einemhalben Dutzend Gesetzen dispenflrte. — Elisabeth selbst nahmzuweilen in dieser Beziehung Geschenke an.