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vorbcreiteu sollte. Sie erklärte aber: „DaS Urtheil seyungerecht, sie h abe nic daran ged acht, ihrerSchwe-stcr, der Königin, nach dem Leben zu trachten, oderihrer Person auch nur daö geringste Leid zuzufü-gen; ihr wahres Verbrechen sey ihre Religion,und sie halte es für eine Ehre, für diese zu ster-ben; den Beistand eines reformirten Geistlichenbedürfe sie nicht, bitte aber, daß man ihr ihreneigenen Almosenier gestatte, der, wie sie wisse,im Schlosse sey." — Diese Bitte wurde ihr, sedoch nurauf kurze Zeit, gewährt.
Hierauf beraubte sie Pawlet aller ihrer königlichen Wür-den, erschien vor ihr mit bedecktem Haupte „ und setzte sich auchin ihrer Gegenwart nieder. In London wurden die Glockengeläutet, Feuerwerke abgebrannt, und alles war voll Jubel. Sieschrieb noch einen Brief an Elisabeth, in welchem sie dieseerinnerte: „daß ein Tag kommen werde, wo sie nichtweniger als Jene, die sie vorangesendet, einemunfehlbaren Richter werde Rede und Antwortgeben müsse." Dieser Brief preßte zwar auö ElisabethsAugen Thränen, doch erfolgte keine Antwort.
Zwei Monate vcrgiengcn untcrdcß, ohne daß das Urtheilvollzogen wurde. Elisabeth klagte oft, „daß von denTausenden ihrer Unterthanen nicht Einer ihr dieNothwendigkeit ersparen wolle, ihre Hände indas Blut einer verwandten Königin zu tauchen."Man muthete solches dem Pawlet zu, der als Reformirtcr Ma-rien haßte; allein er gestand doch ehrlich, sein Leben und Gutgehöre der Königin, nie aber werde er Blut vergießen ohne Gesetzund ohne rechtsgültigen Befehl.
Davison sollte nun das Opfer von Elisabeth'« Verstellungwerden, ohne daß er eö ahnete. Sie verbot ihm, den Befehl zurHinrichtung dem Kanzler zu übcrbringen, und als sie hörte, dasgroße Jnsiegcl sey schon beigedruckt, stellte sie sich erstaunt undsagte: „sie sey überzeugt, eS gebe ein besseresMittel, die schottische Königin zu tödten, und