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Geschichte von England
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dämmte seine Missethaten, und schwor siebenmal den Glauben ab,den er gelehrt, und billigte jenen, gegen den er gestritten hatte.Er gestand endlich, als man die beiden andern zu begnadigen ver-sprach , er sey keiner Gnade würdig, und er verdiene zeitliche undewige Straft. Er sey der Urheber der Scheidung zwischen H ein-rich und Katharinen, er habe das Sacrament gelästert, undden Menschen das heilige Abendmahl entzogen. Maria srcutesich über seine Bekehrung; als er aber seinen Widerruf öffentlichvorlcsen sollte, hatte er eine falsche Abschrift gemacht, und seinefrüher« Versicherungen zurückgenommen. Daher erlitt er diegesetzliche Straft.

§. 67 .

Zum großen Schmerz der Königin gieng Philipp nach Flan-dern, wohin ihn sein Vater, der Kaiser, beschieden hatte, welcher,geplagt von der Gicht, der Regierung müde war, und dieselbean ihn abtretcn wollte. Sie wollte ihren Gemahl um so wenigerentlassen, da sie hoffte, einen LeibeSerbcn zu erhalten, worin siesich aber getäuscht hatte. Während seiner Abwesenheit beschäf-tigte sie sich mit Werken christlicher Liebe, mit Andachtsübungenund mit Staatsgcschäftcn. Vorzüglich suchte sie der Kirche dieGüter zurückzugeben, welche unter der vorigen Regierung derKrone sind cinverlcibt worden. Gardiner unterstützte sie imParlament mit großer Anstrengung, da Einige sich dagegen erklär-ten, weil der Staat ohnehin in Schulden sey. Sein geschwächterKörper unterlag seinem frommen Eifer. Er erbaute die Seinigenwährend seiner Vorbereitung zum Tode. Er ließ sich die Pas-sionsgcschichte vorlesen. Als man an die Stelle von Petrus kam,sagte er: „Ich habe wie Petrus den Herrn verläug-net, aber noch nicht bitterlich geweint wie er." —

Er vermachte alles der Königin mit der Bitte, für seine Die-ner zu sorgen, und seine Schulden zu bezahlen. Diese warenunbedeutend, obgleich seine Feinde ihm vorgeworsen, er habe ge-gen vierzigtausend Pfund zusammengescharrt. Die Königin warüber seinen Tod sehr betrübt, denn sie verlor an ihm einen sehrgeschickten, treuen und eifrigen Diener.