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schluffe sollten die Lady's Maria (Tochter der Königin Katha-rina) und Elisabeth (Tochter der Anna Boleyn) Thron-crbinnen seyn, allein Nord hu mb crland hatte nichts Geringeresvor, als die Krone auf das Haupt seines SohncS zu setzen. Erhoffte dieses um so leichter durchzusetzen, da die Statuten unterHeinrichs Regierung die beiden Lady's, als aus einer ungültigenEhe entsprungen, betrachteten. Er wußte auch den damals nochlebenden König Eduard gegen die papistisch gesinnte Mariaeinzu nehmen, so daß sie und Elisabeth durch eine königlicheUrkunde von der Succession ausgeschlossen wurden. Nach Edu-ards Absterben wurde Maria gewarnt, daß Nordhumber-land sich gegen sich vorschworen habe. Sie flüchtete sich nachNorfolk. Der Lady Johanna wurde durch die vornehmstenLords angekündigt, sie solle ihrem Vetter Eduard aufden Thronfolgen. Sie war eine Dame von angenehmen Sitten, dem Stu-dium der Classiker ergeben, von zarter Gesundheit und schüchter-nem Wesen. Bei dieser Nachricht siel sie ohnmächtig zu Boden,da der Tod ihres Vetters, des Königs, noch mehr aber diese un-erwartete Erhöhung ihr sehr zu Herzen gieng. Sie gestand auchnachher, sie fühle sich nicht dazu berufen; habe sie aber das Rechtzum Throne; so hoffe sie, Gott werde ihr Kraft dazu verlei-hen. Sie wurde auch wirklich als Königin ausgc-rufen. Das Volk empfing diese Nachricht mit einem bedenk-lichen Schweigen.
Gleich darauf machte Maria öffentlich Anspruch auf denThron und wirklich erklärte sich das Volk für sie und nachher auchmehrere Lords. Bald stand ein Heer von dreißigtauscnd Mann
hin Wittwc von Ludwig Xll. von Frankreich) und Brandonsdes Herzogsvon Suffolk. Der Herzog von Nordhumbcrland, welcher demHerzog von Somerset in der Gunst Eduard VI. gefolgt war, war besorgt,König Eduard möchte seiner schwächlichen Constitution unterliegen, undum sich im Ansehen zu behaupten, wollte er Maria und Elisabethvom Thron entfernen, und Johanna, seine Schwiegertochter, alsKönigin proklamircn lassen. Eduard gieng in dieses Complott mit ein,änderte die von Heinrich VIII. festgesetzte Thronfolge, so daß die Töch-ter von Heinrich Grap in der Regierung folgen sollten.