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Geschichte von England
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Christum; die Spender derselben aber, d. h. diePerson der Priester, ihre Gesetze, Handlungen undLebensweise, da sey Erin seinem Reiche dasund zwar — An die Spitze der geistlichen

Angelegenheiten stellte er „zum königlichen Viceregcntcn, Gcneral-Vicar und Principal-Commissär" den Cromwell, der nie dieWeihen empfangen, nie an einer Universität graduirt hatte.

Dian gieng endlich noch weiter. Man wollte auch die Unter-werfung der Geistlichkeit prüfen und sie zwingen, die Ueberzcugunganzunehmen: „daß sie keine Autorität durch Christumhätten, sondern bloß Delegaten derKrone seyen."— Der gesammte Clerus wurde auf eine Zeitlang suspendirt;dann sollten sie ihre clerikalische Abhängigkeit von Gott beweisen:könnten sie eS nicht, so müßten sie um ihre Stellen den Königwieder bitten, und somit die Krone als die Quelle der geistlichenGerichtsbarkeit anerkennen. Als sie wieder um ihr Amt baten,wurde solches ihnen gegeben, jedoch mit einer königlichen Bestal-lung, wodurch die Bischöfe bloß Stellvertreter des Kö-nigs genannt wurden. Nun wurde auch die Aufhebung derKlöster durch Cromwell vorgeschlagen, welches der König unddie Lords mit habsüchtigem Wohlgefallen vernahmen. Da manim Unterhause damit zögern wollte, erklärte der König: „Erwolle, daß die Bill durchgehe, oder er werde Ei-nige von den Gemeinen um einen Kopf kürzerma-chen." — Waö noch nicht aufgehoben wurde, mußte die fernereExistenz mit schweren Summen erkaufen. Die Mönche wurdenihrer Gelübde entbunden und fortgcschickt; die Nonnen aber er-hielten nur Jede einen Rock vom König. Nur die Superiorenbekamen eine Pension.

Der verstoßenen Königin Katharina gieng cS nicht vielbesser; sie litt eigentlich Mangel, dennoch blieb sie trotz allenDrohungen beharrlich auf ihrem Rechte. Vor ihrem Todewünschte sie ihre Tochter Maria zu sehen, dieß wurde ihr aberverweigert. Sie schrieb auch noch einmal an ihren „theuer-stenHcrrn, König und Gemahl," ermahnte ihn, an SeinSeelenheil zu denken, vergab ihm alles Unrecht, empfahl ihm die