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Geschichte von England
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erklärte: „ Münzcrsey vomTeufcl besessen', und manmüsse ibn und scine Anhänger niitFeuer undSchwcrtv erfolg en." Lutheraner und Katholiken vereinigten sich nach-ber aufs neue, und stillten endlich diesen so blutigen Bauernaus-richr. Allein bald erwachte zwischen beiden Tbcilen das alteMißtrauen, und nun schlossen die Protestanten zu ihrer Verthei-digung das Biindniß zu Torgan (1526), und wer hätte cS den-ken sollen, bald trat diese Cvnföderation in kbätigen Verkehr mitdem — König Heinrich VIII. von England, der bisher dereifrige Vertheidiger des orthodoxen Glaubens war.

S. 55.

Heinrichs Gemahlin, die Königin Katharina, zeigte nebenpersönlicher Anmutb Eigenschaften eines liebenswürdigen Herzens.Sie gebar ibm drei Söhne und zwei Töchter, die, außer der Prin-zessin Maria, welche späterhin den Tbron bestieg, in ihrerKindheit starben. Heinrich fühlte sich mehrere Jahre im Besitzeseiner Gattin glücklich; allein sie war älter und häufig Krankhei-ten unterworfen, wodurch nach und nach seine Liebe erkaltete, unvzuletzt schrieb er den Tod seiner Kinder und ihre nnzcitigenGeburten dem Fluche des Himmels zu. Er behandelte sie sogarunwürdig; die Sanftmuth aber, womit sie diese Zurücksetzungertrug, war Ursache, daß sie nie seine Achtung verlor. Allein erübciließ sich bald zügellosen Leidenschaften, gab sich zuerst derElisabeth, des Sir Johann Mounts Tochter und Wittwe desSir Gilbert Tailbois bin, mit derer den Heinrich Fitzroyerzeugte, der aber noch vor dem achtzehntes Jahre starb.

Dann fiel seine Wahl auf Maria Boleyn, Tochter desThomas Boleyn, der von einem Lordmasor von London ab-stammte, besten Nachkommen mit mehrern Familien vom hohenAdel sich vermählt hatten. Ihre Mutter Elisabeth war die Toch-ter des Herzogs Thomas von Norfolk. Maria wurde aber balddurch die reizendere jüngere Schwester, durch die Anna Boleynverdrängt, welche Hofdame wor. Anfangs wicß sie ihn zurück.Nachher äußerte der König Gcwissensscrupcl wegen der Ehe mitseines Bruders Wittwe mit der Katharina; allein der ein-