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über in der Einsamkeit und im Gebete zu. Dann gieng er zuseinem Beichtvater, der ihn ernstlich ermahnte, seinem bisherigenärgerlichen Lebenswandel zu entsagen. Er entfernte nachher seinesittenlosen Gefährten, und zog diejenigen Männer an seinen Hof,die ihn friiherhin deßwegen streng getadelt hatten; auch setzte er,um ein Beispiel der Gerechtigkeit zu geben, den gefangenen Gra-fen von March in Freiheit. Einer seiner friihern Freunde, SirJohann Oldcastle, den der Theaterdichter Shakespeareals einen ausschweifenden, aber kurzweiligen Ritter unter demNamen Sir John Falstaff schildert, der auch nach dem Erbeseiner Mutter der Lord von Cobham genannt wurde, stelltesich an die Spitze der Sektirer. Vergebems suchte der König ihnfür die Kirche wieder zu gewinnen. Er mußte sich endlich denköniglichen Truppen ergeben. Nun erlaubte er sich vor Gerichtungeheuere Schmähungen gegen die Geistlichkeit, und wurde nach-her für einen Ketzer erklärt. Er entkam jedoch aus dem Tower,und suchte sich der Person des Königs zu bemächtigen. Dennochrichtete er an der Spitze von zwanzigtausend Mann nichts aus,indem die Truppen sich zerstreuten; seine Hoffnungen, Präsidentder neuen englischen Kirche zu werden, grenzen demnach nicht inErfüllung.
Nach hergestelltcr Ruhe richtete der König nun seine Aufmerk-samkeit auf Frankreich, das von einem blödsinnigen König regiertund vom Parteienkampf zerrüttet wurde. Heinrich forderte, alsErbe von Philipp I V. Tochter Isab eila, die Krone von Frank-reich mit allem, was davon abhing. Der französische König wollteihm auch das ehemalige Aquitanien abtreten, und überdicß seineTochter Katharina, die Heinrich wirklich verlangt hatte, nebsteiner bedeutenden Mitgift geben. Damit begnügte sich aberHeinrich nicht, und vergebens wurden Unterhandlungen gepflogen.Selbst eine Verschwörung einiger Großen, die den Grafen vonMarch auf den Thron bringen wollten, hielt ihn nicht davon ab.Er strafte die Rädelsführer, und nun segelte er mit fünfzehnhun-dert Schiffen und mit sechstausend Geharnischten und vier undzwanzigtausend Bogenschützen nach Frankreich. Er bekam dieFestung H arfleur in seine Gewalt, und obgleich sein Heer durch