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langte nicht bloß Guienne sondern volle Souveränität. Philippdagegen verlangte von ihm Entsagung des Titels als König vonFrankreich, und daß auch die Lilien in dem englischen Wappenausgetilgt werden müßten.
Der Feldzug fing von neuem an. ES entstand nämlich nachdem Tode Johann III. „Herzogs von Bretagne, ein Suc-cesfionöstreit. Das Herzogthum wurde dem Karl von Blois,dem Neffen des französischen Königs zuerkannt, welcher der Ge-mahl der Johanna, Herzog Guy'ö Tochter, der Erbin von Bre-tagne, war. Ihr Oheim aber Johann von Montsort,Bruder Johann III. und Guy'S, machte ans Bretagne Anspruch,bemächtigte sich der Schätze und seiner Schlösser, fuhr nachEngland, und soll dort dem Eduard seinem Herrn als Königvon Frankreich gehuldiget haben. Nachher bekam Carl vonBlvis seinen Nebenbuhler, den Johann von Montfort,gefangen; allein dessen Gemahlin Johanna führte selbst ineigner Person zu Pferd und geharnischt ihre Schaaren gegenden Feind an, und rief den König Eduard zu Hülfe. Vergebensvermittelte Papst Clemens VI. den Frieden, er bewirkte nureinen Waffenstillstand, denn die Hauptbedingung, MonfortöFreilassung, wurde abgeschlagen. Dieser entkam jedoch aus sei-ner Haft, starb aber bald darauf. Beide Theile brachen wiederden Waffenstillstand. Zur Fortsetzung des Krieges erhielt Eduardvom Parlament die Bewilligung einer großen Quantität Wolle,und Philipp die Gabelle oder das sogenannte Salzmonopolfür die Krone, um Geld zu gewinnen, daher bemerkte Eduardwitzelnd: „der französische König regiere jetzt durchdas salische Gesetz," — und dieser nannte den englischenKönig einen Wollhändler. Das Parlament empfahl demKönig, den Krieg durch eine Schlacht oder durch einen Vertragzu beendigen. Graf Derby, Vetter des Königs, der englischeBayard seiner Zeit, zog nach Guienne und von danach Bor-deaux, und eroberte in Kurzem alle die Plätze wieder, welche derFeind genommen hatte (1345). Bei Anberoche besiegte ereinen sechsmal stärkern Feind. Hier fiel der Anführer der Fran-zosen, Graf von Liöle, mit den vornehmste» Offizieren und