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ausschließe; so behauptete Eduard, wenn auch das Geschlechtseiner Mutter sie sür ihre Person nicht succediren lasse, so kanndieß kein Hinderniß für seine Person seyn. Dagegen behauptetePhilipp von Valois, eine Mutter könne aus ihre Kinderkein Recht bringen, welches sie nie besessen habe. Die Pairsund Barone von Frankreich sollten nun entscheiden, und gabenihre Stimme dem Philipp. Dieser forderte nun den englischenKönig wegen Guiennezur Huldigung auf. Dieß geschah zwarin allgemeinen Ausdrücken und nachher durch eine Urkunde; alleines kam endlich wegen Schottland doch zum Bruch. Philipp un-terstützte nämlich den David Bruce. Der Krieg war nununvermeidlich, und König Eduard segelte mit einem Heerenach Antwerpen (1338). Er hatte zum Beistand den deutschenKaiser Ludwig von Baiern, den Herzog von Brabant undGeldern und mehrere andere. Auf Philipp's Seite aber strittendie Könige von Böhmen, von Navarra, die Herzoge von Oe-sterreich und Lothringen u. s. w. Der englische König wurdeaber von seinen Bundesgenossen nach und nach verlassen, und eskam zu keiner Entscheidung.
Im Jahre 1340 erneuerte Eduard den Feldzug. Schon hatteer den Titel einesKönigs von Frankreich, und in sei-nem Wappen die Lilien angenommen, und so wollte er auch dieseAttribute geltend machen. Wirklich erfocht er noch in demselbenJahre über die französische Flotte einen ausgezeichneten Sieg zurSee. Kaum sah er sich in Gent an der Spitze eines Heeres vonzweimalhundert tausend Mann, so eilte alles zu seinen Fahnen!— Nachdem er in der Kirche zuArdenburg dem Allmächtigenfür seinen Beistand dankte; setzte er den Krieg zu Lande fort,war aber nicht so glücklich wie zur See. Philipp ließ sich in keineSchlacht mit ihm ein, und suchte dadurch Eduards Finanzen zuerschöpfen. Vergebens suchte auch Papst Benedict den Frie-den zu bewirken. Auch Philipps Schwester, die verwittweteJohanna von Hennegau und Mutter der Königin von Eng-land, verließ ihre klösterliche Einsamkeit, und flehte, vor KönigEduard knieend, um Frieden; allein beide Monarchen verstandensich bloß zu einem Waffenstillstand (1340), denn Eduard ver-