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Geschichte von England
Entstehung
Seite
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zwischen Eduard ein Waffenstillstand zu Stande, denn auchSchottland war der Ruhe bedürftig (1323).

Dennoch erfreute sich dieser unglückliche Monarch nicht dererwünschten Ruhe. Die Lancastersche Partei nöthigte ihn, stetsauf seiner Hut zu seyn. Einer der im Tower gefangenen Rit-ter Sir Mortimer entkam nach Frankreich, und suchte seinRachegefühl zu befriedigen. Carl der Schöne, welcher sei-nem Bruder Philipp dem Schönen auf den französischen Throngefolgt war, sing ohne erhebliche Ursache mit Eduard Streit an.Vergebens suchte der Papst den Frieden zu vermitteln. Eduardwar jedoch zu federn Opfer bereitwillig. Man gab aber listigzu verstehen, daß wenn Karls Schwester, die Königin Jsabella,nach Frankreich käme, so würde sie ohne Zweifel von dem Bru-der mehr erhalten, als Eduard selbst. Letzterer ging in dieFalle. Die Königin Isabelle reiste ab, und in dem zu Standegekommenen Vertrag war eine Hauptbedingung, daß CarlGuienne übernehmen sollte., bis Eduard ihm gehuldige hätte.Nur mit Unwillen genehmigte solches der englische König. Erreiste ab, ward aber in Dover krank. Durch einen Gesandtenließ er sich daher entschuldigen. Nun hieß es: daß wenn erGuienne und Ponthieu seinem eigenen Sohne überlaffenwolle, so würde Carl die Huldigung des Prinzen annehmen. Derenglische König gab auch noch darin nach, und schickte seinenzwölfjährigen Prinzen Eduard nach Frankreich. Die Ceremo-nie wurde vollzogen; allein zum Erstaunen der Welt schien wederMutter noch Sohn geneigt, nach England zurückzukehren. Mor-timer wurde nun zum ersten Beamten des Hofstaates der Kö-nigin ernannt. Vergebens verlangte der König die Rückkehrseiner Gemahlin und seines Sohnes, fa es wurden sogar inihrem Namen Truppen geworben und die Lankastersche Parteiaufgefordert, sich mit ihr zu vereinigen. Sie Unterzeichnetesogar einen Ehevertrag ihres Sohneö mit des Grafen Mortimerszweiter Tochter Philippine. Endlich segelte sie doch nach Eng-land. Das Volk wurde getäuscht, denn sie gab vor, die Nationvon der Tyrannei Spencer'ö befreien zu wollen, und sie fandauch wirklich Anhang.