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Geschichte von England
Entstehung
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Drückend aber war seine Negierung wegen der vielen Ab-gaben und Zölle und anderer Erpressungen, die er sich erlaubte.Auch die Geistlichkeit drückte er, denn er verlangte nicht nur denZehnten unter dem Vorwand eines KreuzzugeS, sondern machtesogar einmal aus die Hälfte des Einkommens der ganzen Geistlich-keit Anspruch. Der Erzbischof Win che lsey von Canterburyzog sich deswegen auf eine Landpfarre zurück, und lebte dort vonder Milde seiner Pfarrkinder. Man verband sich deswegen gegendie Anmaßungen des Königs, um sich aber zu entschädigen, ver-folgte der König die Juden. Da er diesen verbot, ihre Gelderauf Interessen auszuleihen, so singen auch diese an, sich einen Ent-schädigungsproceß zu erlauben und — beschnitten die Münzen.König Eduard ließ deswegen mehrere Hundert beiderlei Ge-schlechts hinrichten, und confiscirte ihr Vermögen. Nachher ließer alle Juden verhaften, bis sie sich mit zwölf tausend Pfundloskausten. Endlich mußten sie bei Todesstrafe das Land ver-lassen. ES wanderten gegen sechstausend fünfhundert aus, undihr bewegliches und unbewegliches Vermögen fiel der Krone an-heim ! .. .

Zur Steuer der Wahrheit muß aber auch gesagt werden, daßer außer diesem willkürlichen, ungerechten Verfahren dennoch guteGesetze gab, und sich in andern Fällen die Gerechtigkcitspflegeangelegen seyn ließ, so daß man ihn den englischen Justi-nian nannte. Auch verdankt man ihm die Aufnahme derGemeinen im Parlament.

Eduard II.

1307 — 1327 .

8 . 39 .

Dieser war der älteste von Eduard I. noch lebenden Söhnen.Der verstorbene König hatte srüherhin den Jugendfreund seinesSohnes, den Piers vonGaveston, den Sohn eines Edel-manneö von Guienne, aus dem Lande verwiesen, weil dieser denSohn zu Ausschweifungen verleitet hatte, und bedrohte den Sohnmit dem Fluche, wenn er ihn ohne Einwilligung des Parlaments