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Geschichte von England
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geltend, und war demnach dem englischen Könige ein Gegenstanddes Argwohns. Die Ansprüche des Robert Bruce verfochtspäterhin sein Enkel, der sich ebenfalls Robert Bruce nannte,der den Johann Comyn, der sich in einer Kirche mit ihmbesprach, mit einem Dolche ermordete. Dieser letztere RobertBruce wurde demnach von den Schotten als König gekrönt(1306). Seine Brüder aber, Thomas und AlexanderBruce wurden von den Engländern ergriffen und hingerichtet.Robert Bruce aber erfocht mancherlei Vortheile über dieEngländer, und König Eduard erlebte nicht einmal das Endedieser Unruhen, sondern starb als Folge seiner Anstrengungenim neun und sechzigsten Jahre seines Alters (1307). Er warzweimal verheirathet. Seine erste Gemahlin war Eleonore,Tochter Ferdinand 111. von Castilien. Sie war zierlich vonGestalt, anständig in ihrem Wesen, klug, wohlthätig und sehrfromm. Sie mischte sich nicht in Staatsgeschäste, benützte aberihr Ansehen, um Feinde zu versöhnen und Unglücklichen zu hel-fen. Von ihr hatte der König vier Söhne und elf Töchter,von denen die meisten in ihrer Kindheit starben. Nur drei sollenihn überlebt haben. Eleonore starb schon 1290 bei Lincoln.Um dem Leichenzuge nach Westminster bcizuwohnen, verschob erdamals seinen Zug gegen Schottland, und überall, wo derLeichnam über Nacht blieb, ließ er zu ihrem Andenken einprachtvolles Kreuz errichten. — Seine zweite Gemahlin« warMargaretha von Frankreich, von der er eine Tochterhatte, die als Kind starb, und zwei ihn überlebende Söhne. Auchdes Königs Leichnam wurde zu Westminster bcigcsctzt.

Die Geschichtschreiber sind über Eduards Charakter getheilt.Die schottischen warfen ihm Ehrgeiz und Grausamkeit vor; alleinbei Besetzung des Thrones verband er Besonnenheit und Recht-lichkeit. Daß er die Oberlehenöhcrrschaft über Schottland in An-spruch nahm, war schon ein altes Herkommen. Treulos war esvon Baliol, daß er sich gegen den englischen König, seinen Lehens-herrn, mit Frankreich verband. Auch ergriff Eduard erst danndie Waffen, als die Schotten ihn wirklich ««griffen.

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