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Geschichte von England
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Heinrich wurde Bischof von Winchester, und Stephanbekam durch die Heirath mit der Tochter des Grafen von Bou-logne, mit Mathilden, diese Grafschaft, war mit Wilhelmdem Eroberer verwandt nnd bei dem englischen Volke sehr beliebt.

David aber, König von Sch ottland, stritt für die Kaiserin,und die Schotten führten den Krieg gegen Männer, Weiber undKinder mit beispielloser Grausamkeit. Da ermunterte der altegebrechliche Erzbischof Thurstan von Jork die Eingeborenenzum Widerstand. Durch Fasten und Gebet bereiteten sie sich zumKampfe vor. Als sich die wilden Schotten näherten, versammel-ten sich die Engländer um das Feldbanner. Dieß war ein Wa-gen, auf welchem ein Mastbaum aufgestellt war. Auf letzteremwar ein Kreuz und in dessen Mitte eine silberne Büchse, welchedas Allerheiligste enthielt. Unter dem Kreuze flatterten die Ban-ner der Schutzheiligen Peter, Wilfrid und Johann vonBeverlei. Alle schwuren zu siegen oder zu sterben, es wurdeihnen die Absolution ertheilt, und alles Volk ries:Amen!"

Zwei Barone forderten den König David zum Frieden auf,wiewohl vergebens. Endlich erfolgte die Schlacht. Zwar wur-den die Flanken von den Schotten überflügelt; allein das Cen-trum hielt den Andrang der Schotten muthig aus. Von siebenund zwanzig tausend Mann ist die Hälfte der Feinde umgekom-mcn. David wollte den Krieg noch sortsetzen; der päpstliche Le-gat Albericus aber, der Zeuge war von den furchtbaren Ver-wüstungen der Schotten, siel dem König zu Füßen, und flehte umFrieden. Er gewährte aber nur einen kurzen Waffenstillstand.Dich war der Ausgang der sogenannten Banncrschlacht vomJahre 1138. Endlich kam cs dennoch zum Frieden. Stephanaber, voll Mißtrauen gegen seine Gegner, verfuhr setzt mitHärte gegen die ihm Verdächtigen, und nahm deswegen drei Bi-schöfe, den Roger von Sarum, den Alexander von Lin-coln und dem Nigel von Ely gefangen, wodurch er dieGeistlichkeit gegen sich aufbrachte.

Endlich landete die Kaiserin Mathilde*) (1139). Nun

i) S. §. 32.