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Geschichte von England
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sogar die Simonie zu Schulden kommen ließ *). Bei der Ver-mählung seiner Tochter besteuerte er die Engländer, und wernicht zahlen konnte, wurde von Haus und Hof verjagt. So ließer auch dem Dichter LucasBarrödie Augen ausstechen, weiler gegen den König gefochten hat.

Der König hinterließ einen unermeßlichen Schatz, bauteprächtige Palläste, unterhielt eine Menagerie ausländischer Thierez. B. Löwen, Tiger u. s. w. Er errichtete drei prächtige Klö-ster, die er reichlich beschenkte, jedoch wurde dabei Vorsorge ge-troffen, daß ihre Reichthümer sie nicht auf Abwege bringen konn-ten. Desto freigebiger waren diese Klöster gegen Fremde. DieWissenschaften machten jetzt in den Klöstern bedeutende Fort-schritte, und Lanfranc und der noch gelehrtere Anselmuswaren in dieser Hinsicht Sterne der ersten Größe. Auch diePhilosophie des Aristoteles wurde fleißig getrieben, wiewohlmanche Gelehrte dadurch auf Abwege geriethen. Mit Recht be-merkt daher der Kirchenvater, der heilige Bernhard, von derPhilosophie:Sie sey eine Kunst, die Wahrheit stetszu suchen und nie zu finden."

Stephan von Blvis.

1138 1184 .

§. 33.

Obgleich Heinrich I. Prälaten und Barone schwören ließ,die Thronfolge seiner Tochter, der Kaiserin Mathilde, zuzu-stchern; so bemächtigte sich dennoch Stephan, Graf vonBoulogne, sein Neffe, den er zur Stütze Mathildens bestimmthatte, während sie noch auf dem Continent war, des Throns.Er war der jüngste von vier Söhnen, die Heinrichs SchwesterAdele ihrem Gemahl, dem Grafen StephanvonBlois, ge-boren hatte. Wilhelm, als der älteste, begnügte sich nämlichmit dem väterlichen Gute seiner Gattin, der Erbin von So lieu..Theobald folgte seinem Vater in dessen Besitzungen vonBlois.

1) D. h. der schändliche Mißbrauch, geistliche Würden und Aemterum Geld zu verlausen.