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lieben Frau, der Mutter Gottes, damit sie durchihre heilige Fürbitte ihren Sohn, den Herrn JesumChristum mit mir versöhnen möge;" — worauf er so-gleich verschied.
Als in der von ihm gestifteten St. Stephanskirche dasSeelenamt für den König gehalten wurde, und der Bischof vonEvreux vor dem auf der Bahre liegenden Leichnam eine Lob-rede ans den verstorbenen König gehalten hatte, rief plötzlicheine Stimme aus der Menge: „Er, den ihr gepriesenhabt, war ein Räuber. Der Boden selbst, aus demihr steht, ist mein. Mit Gewalt nahm er ihn meinemVater, und im Namen Gottes verbiete ich euch, ihndarin zu begraben." —Fitz Arthur war eS, der alsosprach, und ohne Erfolg bei Wilhelm um Schadenersatz nachge-sucht hatte. Nachdem aber dieser augenblicklich zugesichert wurde,hatte die Begräbnißfeierlichkeit ungehinderten Fortgang.
Wilhelm war nicht ohne religiöses Gefühl, nur trat solchesLn Hintergrund, wann sein Vortheil und seine Macht cs er-heischten. Daher ließ er sich zur Herrschsucht und wilder Grau-samkeit verleiten, vbschon er täglich bei seinem HauscaplanMesse hörte. Gegen fromme Männer war er in Gesellschaftnicht stolz, auch sah er streng auf einen reinen Wandel seinerPrälaten. Auch er hielt auf das Verbot, wenn Priester sich ver-heirathen wollten. Er war jedoch der erste König Englands,welcher von der Autorität des Papstes in Geschästssachen ohneseine Genehmigung nichts wissen wollte. Ueberdieß wurdewährend seiner Regierung das englische Volk von ihm hart be-drängt. Viele verloren durch ihn ihr Vermögen und ihr Leben.Auch wurde das Elend des Landes noch dadurch vermehrt, daßEngland abermals während seiner Regierung von Pest undHungersuoth heimgesucht wurde, so daß ein Zeitgenosse sagt:„Wer ist so hartherzig, daß er nicht über solcheTrübsale weine?"