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gar *) floh mit vielen Edlen nach Schottland. Ueberall wurdenNormänner angestellt; doch sah er dabei auf Talent und Recht-schaffenheit. Nur Heres ward, Sohn des Lords von Born,wagte mannhaften Widerstand, doch endlich leistete auch er denHuldigungscid, sowie auch Edgar, den er in der Normandieversorgte, und der später nach Palästina zog. Auch Malkolmwurde Vasall der englischen Krone, und also verbreitete sich Wil-helms Macht über die ganze Insel.
Sein ältester Sohn aber, Robert, empörte sich gegen ihn inder Normandie. Beide gericthen sogar gegen einander in denKampf, ohne sich wegen der geschloffenen Visiere zu kennen. DerSohn verwundete den Vater, als sie sich aber erkannten, halfRobert dem Verwundeten vom Pferde, und die Königin Mathil-dis beendigte diesen traurigen Krieg durch ihre Thränen.
Ein unzeitiger Scherz, den Philipp von Frankreich als Witzsich erlaubt hatte, veranlaßte den König Wilhelm zu einem Kriegmit Frankreich hl 087). Er stürzte während desselben mit demPferde, und zog sich durch den Sattelknopf eine körperliche Ver-letzung zu, die ihn dem Tode nahe brachte. Daher ernannte erseinen ältesten Sohn Robert (mit dem Beinamen Gambaronoder Couthouse, d. h. Rundschenkel und Kurzhose, denn er wardick und nicht groß) zum Nachfolger in der Normandie. AufEngland, sagte er, habe er, nämlich der König, kein besseresRecht, als was er durch sein Schwert errungen habe, daher wolleer die Nachfolge der Entscheidung Gottes anheimstellen; dochwünsche er, daß seinem zweiten Sohne Wilhelm diese Krone zuTheil werden möge. Er gab ihm deswegen ein Empfehlungs-schreiben an den Erzbischof Lanfranc mit.
Er begnadigte darauf viele Gefangene, um von Gott auchBarmherzigkeit zu erlangen. Als er am frühen Morgen desneunten Septembers (1087) eine Glocke läuten hörte, fragte er,was dieß bedeute. Da erwiederte man ihm: dieß sey die Mor-genglocke von der St. Marienkirche. Nun streckte er die Armeaus und rief: „So empfehle ich meine Seele unsrer
i) S. §. 28.
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