den Thron aus dem angelsächsischen Hause hatte EduardSohn von Edmund Ersenarm, der Verbannte in Ungarn; alleindie Engländer ernannten öfters den Oheim statt des Neffen.Dieser neue König erwarb sich den Ruhm: „daß keineBeleidigung ihn erzürnen konnte." — Er führtejedoch Mit dem Usurpator der schottischen Krone, mit Mak-beth, Krieg, weil dieser den dortigen König Duncan ermordethatte.
Da er mit seiner Gemahlin keine Kinder erzeugt hatte, soließ er seinen Neffen Eduard aus Ungarn wegen der künftigenNachfolge nach England kommen. Freudig empfing das Volkden künftigen Thronerben; plötzlich aber starb.dieser. . Man warfdeswegen einen — sedoch noch nicht erwiesenen Verdacht aufHarold, den Schwager des Königs, Sohn des mächtigen Gra-sen Godwin, der als einer der angesehensten Unterthanen ehrgei-zige Plane hegte. Des bereits verstorbenen Eduards Sohn Ed-gar konnte wegen Schwäche des Körpers und Geistes keine Hoff-nung auf den Thron haben.
Doch Harold hatte an Wilhelm, Herzog der Norman-die, einen mächtigen Nebenbuhler, obgleich dieser eben so wenigRecht auf den Thron haste, wie Harold, denn Wilhelm war einnatürlicher Sohn von Emma's Neffen, Robert ll. Als Ha-rold einmal an der normännischen Küste mit einem Schiffe stran-dete, wurde er dadurch nach dem damaligen barbarischen Strand-recht Gefangener des Grafen Guy, der ihn aber gegen Ländereienan Wilhelm austauschte. Harold fügte sich endlich und versprachdem Wilhelm, ihm hinsichtlich des englischen Thrones nicht hin-derlich zu seyn.
König Eduard wollte srüherhin eine fromme Wallfahrt nachRom machen; allein der Witan war dagegen, weil der kinderloseKönig durch die Gefahren der Reise das Land in neue Trübsaleversetzen würde. Er verwandelte aber seinen Vorsatz in ein an-deres frommes Werk, indem er jährlich den zehnten Theil seinesEinkommens zum neuen Aufbau der ehemaligen St. Peterökirche