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Geschichte von England
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fanden ihn bereits leblos, und begruben ihn in der Stille. Spä-terhin wurde er zu Schasteöbury feierlich beigesetzt.

E t h e l r e d.

978 1016 .

§. 23 .

Da kein anderer Prinz aus königlichem Geblüte vorhandenwar, so wurde dem Ethelred dennoch durch die Prälaten undThanes, sedoch nicht ohne Widerwillen, die Krone zugesprochen.Der neue König war erst zehn Jahr alt, von schöner Gestalt,und verrieth in seinem Wesen etwas Liebenswürdiges. Als erseinen Bruder beweinte, züchtigte ihn die hartherzige Elfrida soarg, daß sogar sein Leben in Gefahr kam. Doch späterhin er-wachte in ihr das Gewissen, sie entsernte sich vom Hofe, stifteteKlöster und beweinte ihr früheres Leben.

Doch aus Ethelrcds Regierung ruhte kein Segen. Er machtesich trotz seines angenehmen Aeußern nicht beliebt, indem er all-zusehr den Vergnügungen nachging und die Regierung vernach-lässigte. Die Einfälle der Normänner unter König Olaf er-neuerten sich wieder, und ansteckende Krankheiten und Mißwachskam über Volk und Land. Den Einfällen der Dänen unter Kö-nig Sweyn suchte er mit Geld zuvorzukommen. Endlich ließer in den Grafschaften alle inwohnenden Dänen sammt Weibernund Kindern ermorden, eine Maßregel, die seinen Namen aufewige Zeiten schändete. Dafür rächte sich Sweyn auf eine fürch-terliche Weise bei einer Landung unter Thurchill. Die Ca-thedrale von Cantcrbury wurde bei einer neuen Landung derDänen angezündet, in die sich Geistliche, Weiber und Kinder ge-flüchtet hatten. Als das herabträuselnde geschmolzene Blei unddie herabstürzenden brennenden Balken die Unglücklichen nöthig-ten, die Kirche zu verlassen, wurden sic vor den Augen des ehr-würdigen Erzbischofs Elphege, eines tugendhaften Greises,ermordet, und auch er sank in den Tod. Nun verbreitete sichJammer und Elend über das ganze Land, und Verbrechen allerArt wurden begangen.