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der dortigen Hochschule, der einige Zeit am Hofe Karl des Gro-ßen und nachher zuAours lebte.
Die Macht Nordhumbriens war nun sehr im Sinken. Os-wio starb als der letzte König dieses Landes (670). Dagegenerhoben sich die Königreiche Mercien und Messer. Die Kö-nige von Essex, Kent, Ostanglien und Süsser aber wa-ren manchmal bloße Vasallen jener erstem, treten aber auch zu-weilen als ihre Alliirten auf.
§. 13.
Das Königreich Messer, gegründet durch Cerdik (519)errang nach Verlauf von dreihundert Jahren über alle angelsäch-sischen Völkerschaften den Vorrang, und wurde der Grund jenergroßen mächtigen Monarchie, die bis aus unsere Tage eine sowichtige Rolle in den Annalen der europäischen Menschheit spielt.Einer der Könige von Messer, Ceolrik, hinterließ seinen bei-den Söhnen Cynegil und Cuichelm das Reich, welche 628das Christenthum annahmen. Bischof Birinus taufte sie.Ein großer Freund und Wohlthäter der Geistlichkeit war KönigIna. Er stiftete die prächtige Abtei Glastonbury. Nach einerRegierung von sieben und dreißig Jahren entsagte er freiwilligdem Throne, indem er den Ständen erklärte, er wolle d^n Restseines Lebens damit zubringen, die Jrrthümer seiner Jugend zubereuen und zu beweinen. Er zog deßhalb mit seiner frommenGemahlin Ethelburga, die seine ernsten Ansichten thcilte,nach Rom, um an den Gräbern der Apostclfürstcn Petrus undPaulus zu wachen und zu beten. Sie lebten dort ganz imStillen und zurückgezogen, verrichteten ihre Andachtsübungen inder Kleidung armer, unbekannter Pilgrime, und der ehemaligeKönig ernährte sich sogar durch seiner Hände Arbeit. Er warkein volles Jahr in Rom, als er starb (728), und seine gleichge-sinnte Gemahlin folgte ihm bald in die Ewigkeit nach.
Unter seinen Nachkommen erwarb sich König Eabert von
Messer einen bedeutenden Ruf, theils durch seine Klugheit,